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Merles ungewöhnliche Symphonie

Merles ungewöhnliche Symphonie

Von Merle · am 14.4.2026 · DE

Merle, ein elfjähriges Mädchen mit einer tiefen Leidenschaft für Musik, verbrachte jeden freien Nachmittag damit, neue Melodien auf ihrer Geige zu üben. Ihr Zimmer war stets erfüllt von sanften Klängen, manchmal fröhlich und beschwingt, manchmal nachdenklich und leise. Eines Tages, als sie ein besonders kniffliges Stück einübte, bemerkte sie ein seltsames Schimmern, das von ihrem Notenblatt ausging.

Das Licht pulsierte im Takt ihrer Musik und verwandelte die gewöhnlichen Notenlinien in leuchtende Pfade. Neugierig und fasziniert strich Merle einen weiteren Bogenstrich über die Saiten ihrer Geige. Das Schimmern wurde intensiver und ein warmer, wohliger Duft erfüllte den Raum, als ob tausend winzige, duftende Blüten gleichzeitig aufgesprungen wären. Sie spürte eine leichte, aber bestimmte Zugkraft, die sie vorsichtig in Richtung des Notenblattes zog.

Plötzlich, mit dem letzten Ton ihrer Melodie, öffnete sich das Notenblatt wie ein uraltes Buch und offenbarte einen Tunnel aus funkelndem Licht. Merle zögerte keinen Moment. Mit ihrer Geige fest in der Hand und einem Lächeln auf den Lippen trat sie mutig in das leuchtende Portal ein, bereit für das, was sie erwarten mochte. Der Tunnel schloss sich hinter ihr, während ihr Zimmer in einem weichen Nachglühen lag.

Sie fand sich in einer völlig unbekannten Welt wieder, in der die Bäume Notenblätter trugen und die Flüsse Melodien flüsterten, die sie noch nie zuvor gehört hatte. Doch direkt vor ihr sah sie nur einen riesigen, stillen Berg, dessen Gipfel in den Wolken verschwand und von dem eine seltsam vertraute, aber auch beunruhigende Stille ausging.

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