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Lara und die klingende Höhle

Lara und die klingende Höhle

Von Lara · am 6.5.2026 · DE

Lara, elf Jahre alt und eine begeisterte Musikerin, wanderte am Rande des geheimnisvollen Flüsterwaldes. Ihre neueste Querflöte, ein Geschenk ihrer Großmutter, hielt sie fest in der Hand. Die Sonnenstrahlen tanzten durch das Blätterdach und tauchten den Wald in ein goldenes Licht. Sie summte leise eine Melodie, die ihr beim Üben immer wieder einfiel, und ihre Schritte folgten unbewusst dem sanften Klang eines fernen Baches.

Plötzlich hörte Lara einen noch nie zuvor vernommenen Klang – eine Melodie, die so rein und wunderschön war, dass sie sofort anhielt, um besser lauschen zu können. Der Klang schien aus einer kleinen, fast unsichtbaren Höhle zu kommen, deren Eingang von dichtem Efeu verdeckt war. Neugierig und fasziniert von der himmlischen Musik, schob Lara vorsichtig die Efeuranken beiseite. Sie trat ein und fand sich in einer kleinen, runden Kammer wieder, deren Wände aus glitzernden Kristallen bestanden, die in allen Farben des Regenbogens schimmerten.

Die Melodie wurde lauter und schien von den Kristallen selbst auszugehen. Lara war überwältigt von diesem Wunder und hob zögernd ihre Querflöte an. Sie begann, die geheimnisvolle Melodie nachzuspielen, und als ihre Töne sich mit denen der Kristalle vermischten, spürte sie, wie die Höhle um sie herum zu vibrieren begann. Ein warmes Licht erfüllte den Raum, und die Melodie wurde zu einem Orchester aus unzähligen Stimmen.

In diesem Moment sah Lara, wie sich ein großer, schimmernder Kristall von der Decke löste und sanft vor ihr zu schweben begann, und in seinem Inneren pulsierte ein weiches, goldenes Licht, das sie noch nie zuvor gesehen hatte.

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